Montag, 16. April 2012

Der Sturm


Juno Hall Backpackers Waitomo


Abends um 6 habe ich mich dann unterhalb des Hostels an die Straße gestellt, weil man mir gesagt hatte, dass der Bus zurück nach New Plymouth auch da hält, wenn da jemand steht. Ich war echt nervös, weil er nicht kam und rief bei der 0800-Nummer der Gesellschaft an, aber die sagten, dass er etwas spät dran wäre und tatsächlich mit 20 min. Verspätung kam er an. Es hatte schon angefangen zu regnen, ein Sturm war angekündigt und ich war froh nicht völlig durchnässt zu sein. Um 9 Uhr abends haben Norbert und Karen mich in New Plymouth abgeholt, froh, dass ich rechtzeitig zurück bin. Kaum waren wir zuhause, da gings los. Ich habe selten so einen Sturm erlebt. Norbert hatte seinen Terrassentisch und die Stühle ins Haus geholt und auch sonst alles sturmfest gemacht. Nachts fiel doch noch ein Grill um, man konnte nichts sehen, weil der Regen an die Fenster peitschte. Am nächsten Morgen hörten wir, dass es im Hafen ein Boot an die Felsen gedrückt hatte. Morgends hatte sich der Sturm gelegt und ich ging runter zum Hafen um mir die Wellen anzusehen, die immer noch beeindruckend waren. Ich hätte sie ja gerne nachts gesehen, das muss gigantisch gewesen sein. Da Samstag war, freuten sich die Surfer, die an den Strand kamen um den Wind und die Wellen zu nutzen. Die hatten ihren Spaß.


Prima Wind für die Kitesurfer


klasse Wellen für die Surfer


Nieselregen stört die Jungs hier nicht


später kam dann doch noch die Sonne raus...

Japanisch essen ist ein Erlebnis
Der Samstagabend nach dem Sturm war der lustigste der Reise. Wir waren mit Freunden beim Japaner verabredet. Das war ein besonderes Erlebnis. Wir waren zu zwölft. Direkt an unserem Tisch wurde das Essen für uns zubereitet. Das ganze war eine sehenswerte Show und das Essen lecker. Ausklingen ließen wir den Abend bei Frank und Deryl bis zum frühen Sonntag morgen. In NZ bringt jeder seine Getränke mit. Im TV liefen Musikdvds. Die Fotos stelle ich aber nicht online. Nur soviel: Selten so gelacht.



Sonntag, 8. April 2012

2. 3 . Waitomo

Die Frage war heute, was nach so einem Highlight wie gestern kommen soll. Noch eine Höhle mit Glühwürmchen ansehen? Nein. Das wollte ich nicht. Eine Zimmergenossin erzählte mir, dass sie reiten gehen wollte. Also erkundigte ich mich und beschloss es auch zu tun. Morgens nochmal den Akku laden und mittags ging es auf den 4 km-Marsch zur Farm. Eine gute Stunde war ich unterwegs aber im Urlaub hat man ja Zeit und es gibt ja auch jede Menge Landschaft zu bewundern. Das Reiten war klasse. Mit der Besitzerin der Farm bin ich anderthalb Stunden auf ihrem Land geritten, an einem kleinen Wasserfall vorbei, über Rinderweiden, an wilden Truthähnen vorbei, einfach klasse, wenn man das Glück hat so zu leben...



welche Aussichten....


Schafscherstation

man fühlt sich irgendwie beobachtet


Der Oilskinmantel verbreitet einen herrlichen Stallgeruch, hält aber trocken

alte Gemäuer auf der Farm

wir mussten immer wieder Weidetore öffnen und schließen


der Miniwasserfall der Farm


Donnerstag, 5. April 2012

1. 3. Waitomo

ein Vorgeschmack bekamen wir indem wir die Gruppe vor uns beobachteten
Waitomo, das ist an der Westküste und eine hügelige Gegend, mit jeder Menge Höhlen. Man sieht immer wieder auf den Weiden Löcher, die irgendwann eingebrochen sind, weil drunter eine Höhle ist. In solche eine Höhle bin ich heute geklettert. Das war ein weiterer Höhepunkt meiner Reise. 100m abseilen in eine der Höhlen und dann durch die Höhle wieder raus. Die ganze Tour dauert 7 Std. und erfordert einige Kondition. Wir wurden in Wetsuits und Gummistiefel gesteckt, um uns warm zu halten, denn der Weg geht durch einen Fluss, der durch die Höhle fließt. Von einer Plattform haben wir (5 Pers.) mit 2 Guides erst mal abgeseilt in die Höhle. Es kostet schon etwas Überwindung sich in den Gurt zu hängen aber dann macht es echt Spaß. Unten angekommen gab es erst mal Lunch. Die Guides Scott und Chris hatten Sandwiches, Muffins,  Nussriegel und Getränke mit runtergenommen. So gestärkt haben wir uns vom Tageslicht verabschiedet, unsere Helmlampen angeknipst und sind durch die Höhle geklettert, gekrochen und geschwommen. Wir haben Wasserspinnen, Ahl und wunderschöne Glühwürmchen gesehen. Das war toll, auf einem Felsen zu sitzen, die Lampen aus und die Glühwürmchen an der Höhlendecke, die aussehen wie ein Sternenhimmel. Man hat immer wieder neue interessante Formationen entdeckt.
Nachdem wir aus der Höhle raus waren, mussten wir die 2 km wieder zurücklaufen (nur zur Erinnerung: die Gegend ist hügelig!) und das in Gummstiefeln, in denen sich immer wieder das Wasser aus den Wetsuits sammelt, Quuuuutsch, quuuuuuutsch, aber das Wetter war toll und ein Barbeque wartet auf uns. Während wir uns duschen und wieder trocken anziehen, haben Chris und Scott schon das Essen für uns gerichtet. Alles in Allem ein toller Tag mit jeder Menge Eindrücken und Erlebnissen.

wie schon erwähnt 100m abwärts

unten angekommen, Abschied vom Tageslicht
Auster mit Perle, versteinert

ein Aal



Klettern übern Strudel und dann....


...ins dunkle unbekannte Wasser springen

team USA, team London, team Germany


hat echt Spass gemacht


wieder zurück ins Tageslicht.